Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Apropos Klassik

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Glaube und Widerstand". Anlässlich des 100. Geburtstages von Sophie Scholl erinnert die Direktorin der Diakonie, Maria Katharina Moser, an die junge Frau, die unter Einsatz ihres Lebens Widerstand geleistet hat Es waren sechs Flugblätter, mit denen eine Gruppe junger Menschen im Sommer 1942 und im Februar 1943 zum Widerstand gegen die Diktatur des verbrecherischen Nationalsozialismus aufrief. Die Mitglieder der "Weißen Rose" wurden mit dem Tod durch das Fallbeil bestraft. Die Ikone der "Weißen Rose" ist das nachdenkliche Gesicht der Sophie Scholl, die am 9. Mai 1921, also vor genau 100 Jahren, geboren wurde. Wie für ihren Bruder Hans war für sie der Widerstand gegen die Nationalsozialisten "Christenpflicht", der Gott an den Sophie und Hans Scholl glaubten einer, "der möchte, dass man, wenn man Ungerechtigkeit entdeckt und wenn man die Kraft dazu hat, dann auch handelt". Die Theologin und Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie, Maria Katharina Moser, erinnert an eine junge Frau, die mit ihrem Glauben ernst gemacht hat und unter Einsatz ihres eigenen Lebens Widerstand geleistet hat. Und sie fragt nach Impulsen aus der Geschichte für heute.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Verrücktheit als Standard: die Folia, Filmmusik von Berlioz und ein Madrigal über die Schlaflosigkeit Der Schlaf und seine Träume sind beliebte Themen in der Musik: auf Opernbühnen, in Liedern oder Chören verschiedenster Epochen. Das folgende Madrigal "Oh Schlaf" (O Sonno) behandelt allerdings keine süßen Träumereien, sondern eher Schlafstörungen und die zutiefst weise Einsicht, dass man den Schlaf nicht herbeirufen kann, weil man beim Rufen so verdammt wach bleibt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Dicke Brummer. Die Insektenforscherin Dominique Zimmermann über die Hornissen. Teil 2: Fleißige Königinnen Gestaltung: Maria Harmer Sie hat Frostschutzmittel im Blut - daher konnten ihr die winterlich kalten Temperaturen nichts anhaben. Meist im Mai erwacht - je nach Witterung - die im Herbst des Vorjahres geborene Hornissenkönigin aus ihrem Winterschlaf und sucht nach einem geeigneten Nistplatz. Hornissen gehören zur Familie der Faltenwespen, ihre Sozialstruktur ist beeindruckend und komplex, das Nest selbst eine faszinierende Struktur, vieles noch nicht gänzlich erforscht. Generell zählen Hornissen zu den sogenannten "Nützlingen", da sie für die Larvenaufzucht andere Insekten wie Wespen, Mücken, Fliegen und Raupen jagen und für das biologische Gleichgewicht von großer Bedeutung sind. Die großen Brummer haben einen schlechten Ruf, zahlreiche "fake facts" tragen dazu bei. Denn eigentlich sind Hornissen harmlos, friedlich. Einzelne Individuen fliehen, wenn sie sich bedroht fühlen, verteidigen aber vehement ihr Nest und ihre vulnerable Brut. Dass ein Hornissenstich von Menschen subjektiv als schmerzhafter empfunden wird als der Stich einer Biene oder Wespe, liegt vor allem am längeren und stärkeren Stachel, vor allem aber auch an der Giftkomponente Acetylcholin, die im Bienen- und Wespengift fehlt. Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich Hornissen von ihren nahen Verwandten, den Wespen: Sie interessieren sich nicht für Kuchen und andere Süßspeisen. Eine weitere Besonderheit ist ihr Auge und insbesondere ihre Fähigkeit, auch noch bei vollkommener Dunkelheit zu fliegen und andere nachtaktive Tiere zu jagen. Vieles konnte in den letzten Jahren untersucht und erforscht werden, dennoch bleiben zahlreiche Fragen offen. Die Hornisse ist ein in Österreich präsentes, doch gefährdetes, daher geschütztes Insekt, erklärt die Insektenforscherin Dominique Zimmermann. Eines, dem viele Menschen mit großen Vorurteilen begegnen, die die Kuratorin der Hautflügler-Sammlung am Naturhistorischen Museum Wien durch Fakten und teils erstaunliche Erläuterungen ausräumen möchte.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Ich verstehe!

Ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit (2). Gestaltung: Margit Atzler Seit dem Schuljahr 2019/2020 sind sie verpflichtend: Deutschförderklassen für jene Pflichtschulkinder, die dem Unterricht nicht ausreichend folgen können. Von Anfang an standen viele Pädagog/innen und Expert/innen u.a. aus der Sprachwissenschaft diesem Konzept mehr als skeptisch gegenüber. Denn, so der kritische Tenor: vor allem Kinder lernen eine Sprache am besten im alltäglichen Miteinander. Sprache ist mehr als Grammatik lernen. Sprache ist lebendige Kultur. Frühkindliche Fremdsprachenförderung ist angesagt. Aber es sollen doch bitte Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch sein. Chinesisch oder Russisch lassen sich vielleicht auch noch ob ihrer wirtschaftlichen Notwendigkeit argumentieren. Aber türkisch, bulgarisch, arabische oder afrikanische Sprachen? Die unterschiedlichen Sprachen werden unterschiedlich gewertet - analog zu den Kulturen, die mit ihnen assoziiert werden und zu ihrer vermeintlichen Notwendigkeit im globalen Wirtschaftsgeschehen. Doch egal um welche Sprache es sich handelt: mehrsprachig aufzuwachsen erzeugt im Gehirn neuronale Vernetzungen, die später für andere Lebensbereiche gebraucht werden. Allein fehlt vielfach ein quantitativ erkennbarer Nutzen, weshalb manche Eltern aus anderen Ländern ihren Kindern diese Herkunftssprachen gar nicht mehr beibringen wollen - teils aus Angst vor Ausgrenzung oder auch auf Grund des zeitlichen Aufwands, den die Beschäftigung mit der zusätzlichen Sprache und Kultur im Familienalltag bedeuten würde. LinguistInnen fordern ein größeres Bewusstsein für den Wert jeder einzelnen Sprache, sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenalter. Englisch als Standardsprache allein reicht nicht aus. Denn auch wenn sich eine große Zahl an Menschen auf Englisch unterhalten kann, so fehlt vielen die emotionale Komponente, die sich erst dann erschließt, wenn man in die damit verbundene Lebenswelt eintaucht. Das bedeutet nicht, dass es notwendig ist, eine Fremdsprache grammatikalisch fehlerfrei und ohne fremdsprachigen Akzent zu sprechen. Denn selbst in unserer Muttersprache hat eine gewisse Schlampigkeit Platz, wie sie in unterschiedlichen Dialekten und im Alltagsjargon zutage treten kann. Sprachliche Unebenheiten gehören dazu. Sowohl in der Muttersprache als auch im Spracherwerb. Modernes Fremdsprachentraining, wie es diverse Apps heute anbieten, ermöglichen es zu üben, ohne menschliches Gegenüber, das einen auf Fehler aufmerksam macht. Ob es darum geht, eingerostetes Schulfranzösisch aufzubessern, ein paar Phrasen portugiesisch für den nächsten Urlaub oder gar indonesisch oder norwegisch zu lernen. Die Apps ermöglichen spielerisches Lernen in jedem Alter ohne peinliche Hoppalas - allerdings nur bis zu einem gewissen Niveau. Denn: Sprache ist Beziehung. Erst im persönlichen Austausch erschließen sich kulturelle und soziale Komponenten der jeweiligen Sprache, die ja die eigentliche Faszination von Sprache ausmachen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das globale Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Monika Kalcsics, Margit Atzler, Ilse Huber, Stefan Niederwieser Veränderung beginnt im Kleinen, auch wenn sie das große Ganze im Blick hat. Schon 2020 war Ö1 mit der Initiative "Reparatur der Zukunft auf der Suche nach neuen Ideen aus Österreich für die Gesellschaft von morgen. Im Jahr 2021 ist daraus das globale Casting neuer Ideen geworden - die weltweite Suche nach Initiativen, die Österreich und die Welt positiv verändern und gestalten wollen. Das Radiokolleg berichtet in dieser Woche über zwölf Projekte aus dem In- und Ausland. *Greenish* Die Einwegverpackungen aus Plastik haben sich von der praktischen Erfindung zum belastenden Umweltmüll entwickelt. Immer mehr nutzlos gewordene Säcke, Folien und Tragtaschen landen in der Umwelt. Strände, Straßen und Städte verschmutzen zunehmend. In Ägypten finden sich immer weniger Menschen damit ab und legen selbst Hand an zur Reinigung. Angezettelt von zwei Handvoll junger Leute zieht das Start-Up Greenish immer weitere Kreise. Gestaltung: Ilse Huber https://www.green-ish.org/ *Low-Clearance Rapit Transit* Gehe ich zu Fuß, fahre ich mit dem Rad, mit dem Auto oder nehme ich ein öffentliches Verkehrsmittel? Das Mobilitätsverhalten von Menschen hängt vom Verkehrsangebot ab. Der Low-Clearance Rapit Transit soll eine rasch umsetzbare Verkehrsalternative für den urbanen Raum sein. Eine Schnellstraßenbahn, die so viel wie möglich auf der Oberfläche fährt und nur so viel unterirdisch wie nötig ist, um Störungen durch den Autoverkehr zu vermeiden. Durch besonders niedrige Fahrzeuge, eine optimierte Verkehrsführung und angepasste Trassierungswerte kann nahezu die Qualität einer U-Bahn erreicht werden, während die Kosten näher bei jenen einer Straßenbahn liegen. Gestaltung: Monika Kalcsics http://buschbacher.at/LCRTde.html *Fairstainability* Die Firma Einhorn produziert vegane Kondome und Periodenprodukte - und zwar nach selbstauferlegten fairstainable Standards. Das bedeutet: fair und nachhaltig. Die Firma Einhorn arbeitet mit Kautschuk-Kooperativen in Thailand zusammen, die Kautschukbäume in Agroforstsystemen anbauen. Die Anbau- und Produktionsmethoden werden gemeinsam mit den Kleinbauern und Kondomproduzenten vor Ort weiterentwickelt. Eine neue Art der Unternehmenskultur, damit sich fairstainable Standards durch die gesamte Lieferkette ziehen. Gestaltung: Margit Atzler https://einhorn.my/

09.45 Uhr
Radiokolleg - Von K-Pop bis Kraut Jazz

Eine aktuelle Phänomenologie diverser Neo-Musikgenres (2). Gestaltung: Sarah Kriesche, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang *Cloud Rap* "Cloud Rap", weiß Wikipedia, "ist eine 2009 entstandene Spielart des HipHop, die sich durch sphärische Synthesizerklänge und den Einsatz von Auto Tune auszeichnet." Diese Erklärung greift eindeutig zu kurz - zumal sich das Genre gerade im Stakkato kurzlebiger musikalischer Modetrends schon erstaunlich lange hält. Mit Einflüssen von Ambient, Dream Pop, Trap und Chillwave ist man jedenfalls auf der schaumgebremsten, psychedelischen, letztlich drogenaffinen Seite der Pop-Ästhetik unterwegs. Die Wurzeln von Cloud Rap liegen im US-HipHop von Acts wie Lil B. und Lil Peep. Der Stil wurde durch den schwedischen Künstler Yung Lean nach Europa importiert und kennt auch hierzulande mit Namen wie Money Boy, Yung Hurn oder Crack Ignaz lokale Anwender, die mit dem disruptiv-provokanten Singsang zu Stars wurden. Eine wesentliche Arena für Cloud-Rap ist die - eventuell auch namensgebende - Internet-Plattform "Soundcloud", die die vordergründig wenig kommerzielle Musik mit bruchstückhaften Texten zugänglich machte. Inzwischen ist das Genre bei Jugendlichen enorm populär - anno 2021 stellt sich aber die Frage, ob es noch eine Weiterentwicklung geben kann und gibt. Gestaltung: Walter Gröbchen

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. Die Sopranistin Ghena Dimitrova. Ausschnitte aus Werken von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Pjotr Iljitsch Tschaikowski u.a. Dass Lautstärke zwar nicht alles, aber immerhin vieles bedeutet, um im Überlebenskampf der rauhen, von Konkurrenzneid geprägten Welt der Oper bestehen zu können, davon wusste die bulgarische Opernsängerin Ghena Dimitrova ein Lied zu singen. In den von Sängerinnen und Sängern gleichermaßen gefürchteten Freiluft-Spielstätten wie der Arena von Verona war sie eine der Wenigen, deren voluminöse Stimme bis in die obersten Ränge des Auditoriums getragen haben. Das hat ihr sogar die Bewunderung der höchst kritischen Opernfans eingebracht, die es damals noch nicht als selbstverständlich erachteten, dass man nicht unbedingt Italienerin sein muss, um sich erfolgreich vor einem italienischen Publikum behaupten zu können. Ihr gültiger Rang als Bühnendarstellerin lag weniger im Wesen ihrer Schauspielkunst begründet als in der entwaffnenden Überzeugungskraft ihres vokalen Gepränges. Das Fach des dramatischen Soprans hat sie zeitweise gewechselt, um etwa in der Mezzo-Rolle der Amneris in Verdis "Aida" tenoralen Großkalibern wie Luciano Pavarotti die Stirn zu bieten. Sonst zählten Rollen wie Gioconda, Abigaile in "Nabucco" oder Turandot zu ihren Glanzpartien, einige davon sind auch auf Tonträgern dokumentiert. Im Jahr 2005 ist Ghena Dimitrova nur 64-jährig in Mailand verstorben, ihr 80. Geburtstag am 6. Mai gibt Anlass für ein Wiederhören mit der Künstlerin.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Irrsinnige kleine Lichter" von Frank Jakubzik.

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Mitglieder des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin. Leos Janácek: Idylle für Streicherorchester * Ralph Vaughan Williams: Five Variants of "Dives and Lazarus" * Josef Suk: Serenade für Streicher Es-Dur op. 6 (aufgenommen am 28. Februar in der Philharmonie Berlin). Präsentation: Andreas Maurer

15.30 Uhr
Moment - nachhaltig leben

Aufgeräumt oder wild. Ideen zum nachhaltigen Gärtnern Österreichs Gärten gelten als besonders aufgeräumt: kurzer Rasen, immergrüne gestutzte Hecken, kein Blatt Laub am Boden. Damit schwinden die Rückzugsorte für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Mittlerweile ist der Verlust der Artenvielfalt neben der Klimakrise das größte und drängendste Umweltproblem unserer Zeit. Öffentlich geförderte Initiativen versuchen gegenzusteuern. Mit offiziell verliehenen Plaketten oder Wirtshausshows soll mehr Wildnis in Österreichs Gärten gebracht werden. Tatsächlich ist das Bewusstsein für nachhaltiges Gärtnern in den letzten 20 Jahren gestiegen. Ein MOMENT über unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung, Widerstände und neue Ansätze. Nach der Sendung ist Ihre Meinung gefragt: Wie gestalten Sie Ihren Garten? Was fällt Ihnen in der Nachbarschaft bei der Grün-Gestaltung auf? Wieviel Wildwuchs braucht das private Grün? Oder legen Sie auf Ordnung im Garten wert? Anrufe erbeten unter 0800 22 69 79, Mails bitte an moment@orf.at Gestaltung: Eva Gänsdorfer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Sagenhaftes Wien: Der Teufel, die Jungfrau Maria und das schöne Kleid! Rudi spaziert durch die Innenstadt. Zufällig trifft er die Wiener Erzählerin Christa Schmollgruber. Sie verrät ihm, dass die meisten Sagen rum um Wien im ersten Bezirk spielen. Das komme daher, weil Wien lange Zeit nicht sehr viel größer war als die Innenstadt. Und erst vor 200 Jahren sei der Rest dazu gewachsen, sagt sie. Radiohund und Erzählerin bleiben unter dem Straßenschild "Stoß im Himmel" stehen. Was es wohl mit dieser Gasse auf sich hat? Christa Schmollgruber: "Wir sind in einer Straße, die heißt "Stoß im Himmel"! Und wie diese Straße zu ihrem Namen kam, davon erzähle ich dir, Rudi! Vor langer, langer Zeit..." Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Tief im Walde sitzt der Tod ... und schnitzt an einem Segelboot." Die Reime des Christian Morgenstern. Feature zum 150. Geburtstag des Dichters. Von Matthias Haydn Palmström, Korf, die Galgenlieder: Kaum jemand kennt nicht das eine oder andere (komische) Gedicht von Christian Morgenstern. Sie werden auch heute noch Kindern vor dem Einschlafen vorgetragen und von Schulkindern auswendig gelernt, mehr als 100 Jahre, nachdem sie geschrieben wurden. Christian Morgenstern wurde 1871 in München geboren. Als er zehn Jahre alt war, starb seine Mutter an Tuberkulose. Morgenstern hatte sich bei ihr angesteckt, litt ein Leben lang an der Krankheit und starb schließlich selbst daran, im Alter von 42 Jahren in Meran. Morgenstern führte ein rastloses Leben. Er wechselte immer wieder Wohnung und auch Wohnort. Oft war er auf Reisen, vor allem um seine Krankheit zu kurieren. Er liebte das Meer und die Berge. Die Reisen kosteten viel Geld, Geld das Morgenstern mit seiner Arbeit als Schriftsteller nur schwer verdienen konnte. Redaktion: Alfred Koch

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Trust them - they are 30! Musik aus Kuba, Benin und Rumänien, anno 1991 Vor 30 Jahren brachte Silvio Rodriguez "Canciones Urgentes" heraus. "Mi Unicornio Azul", die Geschichte vom blauen Einhorn, gehört zu den poetischsten Liedern der "Nueva Trova" Kubas. Ebenfalls 30 Jahre alt ist "Logozo", das dritte Album der Sängerin Angelique Kidjo, die damit von ihrer Heimat Benin aus ein starkes Signal schickte. 2020 wurde Kidjo vom Magazin "Forbes" zu den 50 einflussreichsten Frauen des afrikanischen Kontinents erklärt. Das Jahr 1991 sah schließlich auch die Debüt-CD einer Gruppe von Musikanten aus einem kleinen Dorf in Rumänien: Taraf de Haidouks sollten bald die Konzertsäle und Open-Air-Festivals im Sturm erobern.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Deutsche Klub mit: Linda Erker, Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien und Andreas Huber, Institut für Höhere Studien Gestaltung: Rosemarie Burgstaller Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Wien der Verein mit dem Namen "Deutscher Klub" als Sammelbecken deutschnationaler Organisationen und Gruppen, insbesondere der Burschenschaften und Studentenverbindungen, gegründet. Im Jahr 1923 bezog die völkische Vereinigung Räumlichkeiten in der Wiener Hofburg. Von hier aus wirkte der Deutsche Klub, nach seiner Hinwendung zur NSDAP Anfang der 1930er-Jahre, federführend an der nationalsozialistischen Unterwanderung des Landes mit. Zu diesem weitverzweigten Elite-Netzwerk gehörten ausschließlich männliche Mitglieder in einflussreichen Positionen, wie Industrielle, Rechtsanwälte, Universitätsprofessoren und Beamte. Zahlreiche Regierungsmitglieder der Ersten Republik rekrutierten sich aus ihren Reihen. Wichtigstes Ziel des Deutschen Klubs stellte der sogenannte Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich dar. Hierauf wurde jahrelang durch gezieltes Besetzten von wichtigen Stellen in der Politik, der Wirtschaft und den Medien hingearbeitet. Mitglieder des Deutschen Klubs waren am gescheiterten nationalsozialistischen Putschversuch im Juli 1934 beteiligt. Mehrere Minister der nationalsozialistischen Übergangsregierung im März 1938, darunter Arthur Seyß-Inquart als Kurzzeitbundeskanzler, gehörten ebenso zum Klub. Nach 1945 dürften jene alten Netzwerke dabei mitgeholfen haben, dass einige der auf Hochverrat angeklagten Mitglieder, keine Verurteilung erfuhren.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Ein Stimmungsbericht vor der Schicksalswahl. Gestaltung: Imke Köhler (ARD) Am 6. Mai wählt Schottland ein neues Parlament. In den Umfragen liegt die SNP (Scottish National Party) von Regierungschefin Nicola Sturgeon klar vorn. Die SNP hat angekündigt, nach einem Wahlsieg schon bald ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abhalten zu wollen. Ihr Ziel ist es, dass Schottland nach einem Austritt aus dem Vereinigten Königreich wieder der EU beitreten kann. 2014 hatte es bereits eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit gegeben, damals hatten sich 55% der Schottinnen und Schotten noch dagegen entschieden; doch die Mehrheitsverhältnisse haben sich Umfragen zufolge seit dem Brexit gedreht. Wie stark ist der Wille der Schotten zur Unabhängigkeit, und könnte das Land wirtschaftlich überleben, wenn es sich vom Königreich lossagt? Ein Stimmungsbericht vor der Wahl.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Paradoxe Nachbarschaft Das Verhältnis zwischen China und Japan Von Brigitte Voykowitsch Nur durch einen Meereskorridor voneinander getrennt, aber seit zwei Jahrtausenden eng miteinander verflochten, sind die derzeitigen Wirtschaftsmächte Nummer 2 und 3: China und Japan. Das gilt für die Kultur ebenso wie für die Wirtschaft und die Politik. Aus China kam beispielsweise die Schrift nach Japan, dennoch sind die Sprachen der Nachbarn völlig verschieden. Das beiderseitige Verhältnis war häufig von tiefster Feindschaft und Aggression geprägt, zwischendurch setze sich die Kooperation durch. Auch zu Chinas Aufstieg seit den 1980er Jahren hat Japan viel beigetragen - und das bereits lange, bevor Tokio die von den Kommunisten gegründete Volksrepublik anerkannte. Heute stehen sich die Demokratie Japan und die Einparteienherrschaft China in geopolitischen Konflikten oft in unterschiedlichen Lagern gegenüber. Doch die Oberfläche trügt, behaupten einige Expert*innen und analysieren, was hinter den Kulissen abläuft.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Les Vents Français; Kodály String Quartet; Éric Le Sage, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Trio für Klavier, Klarinette und Viola Es-Dur KV 498, "Kegelstatt Trio"; b) Sonate für Fagott und Violoncello B-Dur KV 292; c) Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello F-Dur KV 370; d) Quintett für Horn, Violine, zwei Violen und Bass Es-Dur KV 407; e) Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 542 (aufgenommen am 27. Jänner 2020 im Mozarteum Salzburg im Rahmen der "Mozartwoche 2020"). Präsentation: Philipp Weismann

21.45 Uhr
Salon Funk

Der ORF Kulturpodcast mit Clarissa Stadler und Christine Scheucher. Eine Kooperation von ORF TV Kultur und Ö1

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Ich verstehe! Ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit (2). Gestaltung: Margit Atzler Reparatur der Zukunft. Das globale Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Monika Kalcsics, Margit Atzler, Ilse Huber, Stefan Niederwieser Von K-Pop bis Kraut Jazz. Eine aktuelle Phänomenologie diverser Neo-Musikgenres (2). Gestaltung: Sarah Kriesche, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Pauker und Komponist. Werke von und mit Robert Zorn im Landesstudio Tirol Als lautestes aller Orchesterinstrumente verlangt die Pauke absolutes Fingerspitzengefühl. Und das Finden der richtigen Tonhöhe erfordert von den Spielern ein feines Gehör - das sprichwörtliche Paukistengehör. Robert Zorn, seit 1989 Solopauker des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck (TSOI), verfügt über beides und über eine große Liebe zur zeitgenössischen Musik. In einer Personale stellte der Musiker und Komponist seine Werke im Rahmen der Reihe Musik im Studio im Landesstudio Tirol vor. Von "tussilago farfara", das Zorn als Solisten am Schlagzeugt präsentiert, über die "Rühmkorf-Lieder" - für Streichquartett und Chansonier bis zur Uraufführung der "Bläser-Momente" für Trompetenquartett und Schlagzeug stellt diese Personale den Tiroler Musiker als begabten und phantasievollen Komponisten vor. Gestaltung: Patrizia Jilg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten