Features

Samstag 09:00 Uhr MDR KULTUR

Einmal Sankt Petersburg über Leningrad und wieder zurück

Von Jens Sparschuh Metropolen "Nichts Schöneres gibt es als den Newski-Prospekt", schrieb Gogol über diesen traumhaften Boulevard St. Petersburgs. Ein Gebäude ragt extravagant heraus: das Singer-Haus. 1904 als russische Filiale des Nähmaschinenimperiums eröffnet, spiegelt sich in seinen jugendstilechten Fensterscheiben auf ganz besondere Weise die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Jens Sparschuh ist als Wiedergänger unterwegs in der Stadt, in der 1917 nach einer Eisenbahnfahrt durch Deutschland im angeblich plombierten Zug ein gewisser Uljanow "an den Schlaf der Welt" rührte. Jens Sparschuh - in den 1970er Jahren Student in Leningrad - flaniert über den Newski-Prospekt und erzählt entlang dieser Straße ein ganzes Jahrhundert Gegenwart. Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), studierte 1973-78 Philosophie/Logik in Leningrad, 1978-83 Assistent an der Humboldt-Universität Berlin, 1983 Promotion. Seither freiberuflich als Schriftsteller tätig. Für den MDR realisierte er zuletzt das Feature ""Fürst von Bismarck für Feierlichkeiten zu vermieten"" - Eine Gutsinspektion in Schönhausen (MDR 2015). Regie: Wolfgang Rindfleisch Bearbeitung: Tobias Barth Produktion: MDR 2017 Sprecher: Wolfram Koch - Erzähler Sergej Gladkich - Zitator Christian Melchert - Zitator (58 Min.)

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Sommerserie Metropolen Einmal Sankt Petersburg über Leningrad und zurück Von Jens Sparschuh Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: MDR 2017

Samstag 10:05 Uhr Ö1

Hörbilder Spezial

"Es hat Millionen gekostet, wir werden es nicht verrotten lassen". Zwentendorf 1978. Eine Republik entdeckt die direkte Demokratie. Feature von Gerald Navara Pionierinnen und Wegbereiter in der "Hörbilder"-Sommerserie: In einhelliger Meinung aller politischen Parteien wird Ende der 1960er-Jahre die Errichtung von drei Atomkraftwerken in Österreich beschlossen. Mit Zwentendorf an der Donau soll der Anfang gemacht werden. Unter der ÖVP-Alleinregierung Klaus erfolgt der Start zur Planung, unter der SPÖ-Regierung Kreisky 1972 der Baubeschluss. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass dieses Kraftwerk zu einer innenpolitischen Kernspaltung der Republik im wahrsten Sinne des Wortes führen wird. Von den etablierten Politikern anfangs unbemerkt, entwickelt sich langsam eine Bewegung gegen das Atomkraftwerk. Schließlich sind es hunderte Initiativen, die in ihrer Ausrichtung unterschiedlicher nicht sein können. Naturschützer, Mütter gegen Atom, Katholiken in mehreren Vereinigungen, Maoisten aus dem Kommunistischen Bund, Wissenschafter gegen Atomenergie, Studentenvereinigungen usw. Für ÖVP, SPÖ und FPÖ werden die nun immer heftiger geführten Diskussion um für und wider zu parteiinternen Zerreißproben. In Folge der immer schärferen Auseinandersetzungen lässt Bundeskanzler Kreisky vom SPÖ-Parteivorstand eine Volksabstimmung beschließen. Bei Gewerkschaftern, aber auch Industriellen, führt das zu Irritationen, ist das AKW Zwentendorf doch praktisch fertig gestellt. Die Wirtschaft reklamiert ein Milliardengrab an Investitionen. Mit einem gewaltigen Werbebudget wird nun von den Befürwortern versucht ein deutliches Ergebnis pro Zwentendorf zu erreichen. Der ÖGB steuert Demonstrationen von Arbeitnehmern in ganz Österreich dazu bei. Sogar Bundespräsident Kirchschläger wirbt in Werbebroschüren "Pro Zwentendorf". Die Atomgegner mobilisieren ohne Millionenbudgets. Wer aber sind diese Aktivist/innen? Was sind ihre Beweggründe aufzustehen und eine ursprünglich einhellig beschlossene Sache zu bekämpfen, und wie gehen sie vor? So ist bis heute kaum bekannt, dass in einem kleinen Institut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft die wesentlichen Fäden der Atomgegner zusammenlaufen ... Am 5. November 1978 kommt die große Überraschung. Innenminister Lanc verkündet betreten das Ergebnis. Mit einer Mehrheit von 40.000 Stimmen setzen sich hauchdünn die Atomgegner durch. Und die Überraschung ist noch größer, als Bundeskanzler Kreisky erklärt, dass dieses Ergebnis ohne "Wenn und Aber" zu akzeptieren ist. Ton: Fridolin Stolz Redaktion: Elisabeth Stratka

Samstag 11:04 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Mama, ich kann nicht mehr

Wenn junge Menschen unter Depressionen leiden Jedes Jahr erkranken fünf Millionen Menschen in Deutschland an Depressionen, dabei steigt der Anteil von Kindern und Jugendlichen. Woran liegt es, dass immer mehr Heranwachsende unter der psychischen Erkrankung leiden? Spielt der Leistungsdruck in der Schule eine Rolle? Oder die Trennung der Eltern? Der Autor begleitet junge Menschen, die lange versucht haben, ihr bisheriges Leben aufrechtzuerhalten - bis nichts mehr funktionierte. Auf Antriebslosigkeit und Schlafstörungen folgen Verzweiflung, Schul- und Studienabbrüche, später Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Jede Krise ist individuell, doch eines ist den Betroffenen im Feature gemeinsam: sie wollen das Thema enttabuisieren und über ihre Depressionen sprechen.

Samstag 11:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

Eine Reise durch 100 Jahre Salzburger Festspiele Von Sven Ricklefs Wiederholung um 18.05 Uhr Als die Salzburger Festspiele vor 100 Jahren gegründet wurden, lag Europa am Boden: moralisch und existentiell. Der 1. Weltkrieg hatte Millionen von Toten gefordert und überkommene Strukturen hinweggefegt. Und so erwuchs der Gründungsgedanke der Salzburger Festspiele aus einem Impuls gegen die Not und für Frieden und Versöhnung. Seitdem am 22. August 1920 zum ersten Mal die Jedermannrufe von Hugo von Hofmannsthals "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" vor der barocken Fassade des Salzburger Doms erschollen, sind die Salzburger Festspiele über die Jahrzehnte zum bedeutendsten und teuersten Klassikfestival der Welt avanciert. 100 Jahre nach der Gründung der Salzburger Festspiele ist die Welt wieder in einer Krise, diesmal im Zeichen einer Pandemie, die durch den Lockdown auch den Kulturbetrieb zum Stillstand gebracht hat. Während die Theater über Monate geschlossen blieben und Festivals reihenweise abgesagt wurden, ist es nur dem Beharrungsvermögen des Präsidiums zu verdanken, dass die Salzburger Festspiele im Jubiläumssommer 2020 stattfinden können, allerdings mit einem stark modifizierten und reduzierten Programm. Sven Ricklefs begibt sich in seinem Feature auf eine eine Reise durch 100 Jahre Salzburger Festspiele, die ebenso Glanzstunden wie dunkelste Kapitel umfassen. Im Spiegel von Tondokumenten, Zeitzeugen und Zeitgenossen scheint dabei die Geschichte eines Festivals auf das sich im Jubiläumsprogramm nicht umsonst zwischen den Polen "Jedermann und Everywoman" aufspannt und damit im Zeitalter von "Me-Too" und "Black Lives matter" in der unmittelbaren Gegenwart angekommen ist.

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Berge des Wahnsinns Der Horrorschriftsteller H.P. Lovecraft Von Kurt Darsow Produktion: WDR 2015 Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 18:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

Eine Reise durch 100 Jahre Salzburger Festspiele Von Sven Ricklefs Wiederholung von 11.05 Uhr Als die Salzburger Festspiele vor 100 Jahren gegründet wurden, lag Europa am Boden: moralisch und existentiell. Der 1. Weltkrieg hatte Millionen von Toten gefordert und überkommene Strukturen hinweggefegt. Und so erwuchs der Gründungsgedanke der Salzburger Festspiele aus einem Impuls gegen die Not und für Frieden und Versöhnung. Seitdem am 22. August 1920 zum ersten Mal die Jedermannrufe von Hugo von Hofmannsthals "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" vor der barocken Fassade des Salzburger Doms erschollen, sind die Salzburger Festspiele über die Jahrzehnte zum bedeutendsten und teuersten Klassikfestival der Welt avanciert. 100 Jahre nach der Gründung der Salzburger Festspiele ist die Welt wieder in einer Krise, diesmal im Zeichen einer Pandemie, die durch den Lockdown auch den Kulturbetrieb zum Stillstand gebracht hat. Während die Theater über Monate geschlossen blieben und Festivals reihenweise abgesagt wurden, ist es nur dem Beharrungsvermögen des Präsidiums zu verdanken, dass die Salzburger Festspiele im Jubiläumssommer 2020 stattfinden können, allerdings mit einem stark modifizierten und reduzierten Programm. Sven Ricklefs begibt sich in seinem Feature auf eine eine Reise durch 100 Jahre Salzburger Festspiele, die ebenso Glanzstunden wie dunkelste Kapitel umfassen. Im Spiegel von Tondokumenten, Zeitzeugen und Zeitgenossen scheint dabei die Geschichte eines Festivals auf das sich im Jubiläumsprogramm nicht umsonst zwischen den Polen "Jedermann und Everywoman" aufspannt und damit im Zeitalter von "Me-Too" und "Black Lives matter" in der unmittelbaren Gegenwart angekommen ist.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Der Boden der Tatsachen Ein Faktencheck Von Henrik von Holtum Regie: der Autor Mit: Claudia Hübschmann und Jürg Löw Ton: Daniel Senger, Angela Raymond Produktion: SWR 2019 Länge: 54"01 Die Wahrheit scheint im Zeitalter der überall zugänglichen Fakten und Nicht-Fakten immer dehnbarer zu werden. Wie kommt man zurück auf den Boden der Tatsachen? Was muss man wissen und was kann man glauben? Noch nie hatte die Menschheit so viele Informationen über die Welt - und sie scheint damit heillos überfordert zu sein. Welche Fakten sind die wirklich glaubwürdigen? Einige Menschen kultivieren längst überwunden geglaubte Strategien des Weltverstehens: Sie glauben vor allem das, was ihre eigenen Sinne ihnen vermitteln, und sind z.B. überzeugt, dass die Erde flach ist. Andere halten die eigene Filterblase für die einzig vertrauenswürdige Quelle. Die Wahrheit wird im Zeitalter der überall zugänglichen Fakten und Nicht-Fakten dehnbar. Wie kommt man zurück auf den Boden der Tatsachen? Feature-Autor Henrik von Holtum spricht mit Astrophysikern, Statistikern und bekehrten Verschwörungstheoretikern und lässt sich mal wieder beweisen, dass die Welt wirklich rund ist. Was muss man wissen und was kann man glauben? Was kann man wissen und was muss man glauben? Henrik von Holtum, 1974 in Ulm geboren, ist Musiker, Radiomacher und Dozent für Rap und Musik. 1994 hat er die Hip-Hop-Band Kinderzimmer Productions mit gegründet. Seit 2006 Autor und Komponist für Radiofeatures und Klangkunst-Sendungen, darunter: "Das Deutsch und sein Twäng" (SWR 2014), "Schwarz" (SWR 2016) und zuletzt "Keep it real - Über Wunsch und Wirklichkeit im Hip Hop" (RBB 2019). Der Boden der Tatsachen

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